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Akupunkturstudie: Nadel vor Medikament

Berlin. Akupunktur zeigt lange wirksamen Erfolg bei chronischen Kreuz- und Knieschmerzen ist damit einer Standardbehandlung mit Medikamenten vorzuziehen. Das ist das Ergebnis der bisher weltgrößten Studie zur Akupunktur, die im Auftrag von sechs Krankenkassen an der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse, die am Rande des Orthopädie-Kongresses in Berlin vorgestellt wurden, zeigen, dass die Patienten noch Monate nach der Akupunkturbehandlung weitgehend schmerz- und beschwerdefrei waren. Je über 1000 Patienten nahmen an den beiden kontrollierten und randomisierten Studien teil, der jeweiligen Akupunktur-Gruppe wurden zehn, bei Bedarf 15 Behandlungen zuteil.

Bemerkenswert, so die teilnehmenden Wissenschaftler, sei dabei, dass durch die Akupunktur nicht nur der Leidensdruck der Patienten vermindert werde, sondern immense Einsparungen an Medikamenten und Krankheitskosten erreicht werden könnten. Kreuz- und Knieschmerzen verursachen in Deutschland alljährlich Milliarden an Kosten, sind die Ursache für häufige Arbeitsunfähigkeit und für Frühberentung.

Die Studienergebnisse dienen der Entscheidungsfindung zur Kostenerstattung von Akupunktur in den gesetzlichen Krankenkassen. Im Frühjahr 2005 will der Gemeinsame Bundesausschuss darüber befinden, ob diese Kosten zukünftig übernommen werden.