
Berlin gegen den Schlaganfall
Artikel | 11.05.2010 12:31 Uhr

Karl Max Einhäupl (Charité), Gesundheitsminister Philipp Rösler und Berlins Wissenschafts-Staatssekretär Hans-Gerhard Husung
Foto: Alexandra Marschner
Foto: Alexandra Marschner
Für zwei Drittel der Betroffenen gilt das nicht, da man dazu neigt, den schmerzfreien Schlag und seine Symptome zu missdeuten. Die sechs von 18, die nicht sofort sterben, werden zum Pflegefall. Darum hat die Berliner Schlaganfall Allianz, bestehend aus Akteuren der Gesundheitsforschung, -politik und der Feuerwehr, gestern eine Kampagne gestartet, die nach erfolgreichen Aktionen in Hannover und Hamburg nun in Berlin flächendeckend das „Handlungswissen“ vergrößern soll.
Prof. Matthias Endres, Leiter der Neurologie der Charité, berichtet, dass aus einem gezielt vorinformierten Bezirk „zumindest die Frauen“ den Praxistest bestanden hätten: Sie wählen häufiger 112, sobald
- jemand in ihrer Umgebung Taubheit in den Gliedern bemerkt, so dass er etwa den Arm nicht mehr heben kann,
- ein Mundwinkel herunter hängt oder
- jemand ganz unverständlich spricht.
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