
Berufskrankheiten
Mehr als 20.000 Menschen im deutschsprachigen Raum ziehen sich jährlich eine Berufskrankheit zu. Es gibt dabei Erkrankungen, die sehr eindeutig auf Berufseinwirkungen zurückzuführen sind und solche, wo der Nachweis schwierig ist. Zu den ersteren zählen beispielsweise Lärmschwerhörigkeit, Hautkrankheiten oder Silikose. Da Berufskrankheiten meist erst nach langer Zeit und auch individuell unterschiedlich entstehen, ist es oft schwierig, derartige Leiden auf bestimmte berufsbedingte Ursachen zurückzuführen.
Erschwert wird dies vor allem auch dadurch, da im Fall einer Berufskrankheit die gesetzliche Unfallversicherung einspringen muss. Sie trägt dann sowohl die Kosten der medizinischen Rehabilitation wie auch der finanziellen Entschädigung. Der Erkrankte hat deshalb oft eine gewisse Beweislast zu tragen .
Berufskrankheiten werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz in einer Liste geführt. Dabei gelten nur jene Krankheiten als Berufskrankheit, die ihre Ursache in der beruflichen Tätigkeit des Erkrankten haben. Deshalb werden sie in der Regel nicht nach ihren Auswirkungen, sondern nach ihren Ursachen systematisiert.
