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Biofeedback

Begriff
Eine Kombination von Altgriechisch und Englisch: Leben und Rückmeldung. Indem wir unsere Lebensfunktionen beobachten, versuchen wir sie zu beeinflussen. Da die Sinneswahrnehmungen eines Ungeübten dafür nicht ausreichen, bedienen wir uns technischer, oft elektronischer Hilfsmittel. Mit diesen können wir wahrnehmen wie sich unser Puls verändert, die Hirnströme fließen, die elektrische Leitfähigkeit der Haut sich verändert.

Wirkweise
Körperliche und seelische Zustände wirken aufeinander ein. Verspannungen führen zu Kopfschmerzen, seelischer Druck zu erhöhtem Blutdruck. Das geschieht alles mehr oder weniger unabhängig von unserem Bewusstsein. Es gibt aber Methoden, wie wir bewusst auf diese Regulationsvorgänge einwirken können. Indem wir über das Biofeedback die inneren Vorgänge sichtbar, hörbar oder fühlbar machen, können wir erleben und somit auch lernen, wie wir darauf einwirken können. Biofeedback ist ein Motivationsverfahren. Wir erleben sofort, wie eine Therapie – Entspannungsübungen, Yoga oder was auch immer – an uns wirkt und werden so angespornt weiterzumachen.

Anwendungsgebiete
Biofeedback kann gegen Krankheiten eingesetzt werden, die durch Muskelverspannungen oder innere Spannungen – z.B. Kopf- oder Rückenschmerzen – entstehen. Ergänzend zur medikamentösen Therapie wirkt es bei Herz-Kreislauferkrankungen. Es wird erfolgreich eingesetzt gegen Tinnitus. Inkontinenz usw. Da mit ihm das Körperempfinden geschult werden kann, empfiehlt es sich auch unterstützend zur psychologischen Behandlung.

Bewertung
Biofeedback ist nebenwirkungsfrei, ist deshalb auch für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Immer mehr Krankenkassen übernehmen für ausgewählte Krankheiten die Kosten einer solchen Therapie.

Zuletzt bearbeitet 12.10.2009 18:06 Uhr
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