
Gestresste Psyche: Mehr Arbeitsnehmer betroffen
Artikel | 04.03.2009 Update: 05.03.2009 09:13 Uhr
Arbeitnehmer fehlen immer öfter wegen psychischer Erkrankungen. Nach Muskel-Skelett-Erkrankungen seien sie inzwischen der zweitwichtigste Grund für krankheitsbedingte Fehltage, teilt die Barmer Krankenkasse in ihrem Gesundheitsreport 2009 mit.
In den vergangenen fünf Jahren habe sich der Anteil an den Fehlzeiten bei den eigenen Krankenkassen-Mitgliedern in der Diagnosegruppe "Psychische und Verhaltensstörungen" um 51 Prozent erhöht. Damit verbunden seien deutlich steigende Ausgaben der gesetzlichen Kassen für Krankengeld aufgrund psychischer Erkrankungen. Denn abgesehen von Krebserkrankungen dauern diese mit durchschnittlich 39,1 Tagen weitaus länger als andere Krankheiten - insgesamt lag die durchschnittliche Erkrankungsdauer 2008 bei 13,6 Tagen.
Die Erkrankungen treffen außerdem bereits junge Leute und nehmen mit steigendem Alter weiter zu: Die 20- bis 24-Jährigen sind deswegen durchschnittlich 23,7 Tage arbeitsunfähig, die 25- bis 29-Jährigen schon 29,7 Tage. In der Altersgruppe 55 bis 59 Jahre liegt der Wert bei 48,2 Tagen und bei den 60- bis 64-Jährigen sogar bei 53,7 Tagen.
Der Barmer zufolge erleiden mehr als ein Drittel der Frauen (37 Prozent) und ein Viertel der Männer (25 Prozent) innerhalb eines Jahres eine psychische Störung. Deren Anteil an Fehlzeiten stieg von 11,1 Prozent im Jahr 2003 auf 16,8 Prozent im Jahr 2008. Vorherrschend seien Langzeitfälle, bei denn der Patient mehr als sechs Wochen krankgeschrieben ist.
Als Ursache nennt der Autor des Reports, Prof. Reiner Wieland von der Bergischen Universität Wuppertal, "Termindruck, Arbeitstempo und die gestiegene Komplexität der Arbeitsprozesse". Auch die wirtschaftliche Situation, in der viele Unternehmen um ihr Überleben kämpfen, gefährdet seiner Ansicht nach die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten. Ausgewertet wurden 2,83 Millionen Fälle von Arbeitsunfähigkeit von 1,4 Millionen erwerbstätigen Barmer-Mitgliedern im Jahr 2008.
In den vergangenen fünf Jahren habe sich der Anteil an den Fehlzeiten bei den eigenen Krankenkassen-Mitgliedern in der Diagnosegruppe "Psychische und Verhaltensstörungen" um 51 Prozent erhöht. Damit verbunden seien deutlich steigende Ausgaben der gesetzlichen Kassen für Krankengeld aufgrund psychischer Erkrankungen. Denn abgesehen von Krebserkrankungen dauern diese mit durchschnittlich 39,1 Tagen weitaus länger als andere Krankheiten - insgesamt lag die durchschnittliche Erkrankungsdauer 2008 bei 13,6 Tagen.
Die Erkrankungen treffen außerdem bereits junge Leute und nehmen mit steigendem Alter weiter zu: Die 20- bis 24-Jährigen sind deswegen durchschnittlich 23,7 Tage arbeitsunfähig, die 25- bis 29-Jährigen schon 29,7 Tage. In der Altersgruppe 55 bis 59 Jahre liegt der Wert bei 48,2 Tagen und bei den 60- bis 64-Jährigen sogar bei 53,7 Tagen.
Der Barmer zufolge erleiden mehr als ein Drittel der Frauen (37 Prozent) und ein Viertel der Männer (25 Prozent) innerhalb eines Jahres eine psychische Störung. Deren Anteil an Fehlzeiten stieg von 11,1 Prozent im Jahr 2003 auf 16,8 Prozent im Jahr 2008. Vorherrschend seien Langzeitfälle, bei denn der Patient mehr als sechs Wochen krankgeschrieben ist.
Als Ursache nennt der Autor des Reports, Prof. Reiner Wieland von der Bergischen Universität Wuppertal, "Termindruck, Arbeitstempo und die gestiegene Komplexität der Arbeitsprozesse". Auch die wirtschaftliche Situation, in der viele Unternehmen um ihr Überleben kämpfen, gefährdet seiner Ansicht nach die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten. Ausgewertet wurden 2,83 Millionen Fälle von Arbeitsunfähigkeit von 1,4 Millionen erwerbstätigen Barmer-Mitgliedern im Jahr 2008.
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