
Immer mehr Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen
Artikel | 25.02.2009 11:56 Uhr

Laut einer Analyse wirken sich psychische Erkrankungen immer stärker auf Krankschreibungen aus
Foto: dpa
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Seit 1995 seien die Fehlzeiten in diesem Bereich damit um 80 Prozent angestiegen, teilte das Wissenschaftliche Institut der AOK mit. Insgesamt waren AOK-Mitglieder im vergangenen Jahr 17 Arbeitstage krankgeschrieben. Im Vergleich zu 2007 mit 16,3 Tagen ist das ein leichter Anstieg.
Die meisten Ausfalltage im Job gab es bei AOK-Versicherten 2008 durch Muskel- und Skeletterkrankungen (24,2 Prozent), Verletzungen (12,6 Prozent), Atemwegserkrankungen (12,5 Prozent) und psychische Leiden (8,3 Prozent). Im Vergleich zu den häufigen Krankheitsursachen sind psychische Probleme oft mit längeren Fehlzeiten verbunden. Bei einer Atemwegserkrankung wie Bronchitis fielen Arbeitnehmer rund 6,4 Tage aus, bei psychischen Leiden waren es 22,5 Tage. Ein häufiger Grund für psychische Erkrankungen sei Dauerstress im Job.
Den wachsenden Anteil solcher Krankheiten registrieren auch andere Krankenkassen seit mehreren Jahren. Die Deutschen Angestellten Krankenkasse stellte Mitte Februar in einer repräsentative Umfrage fest, dass 800 000 gesunde Bundesbürger gegen Stress und Konflikte am Arbeitsplatz inzwischen regelmäßig zu Medikamenten greifen. Rund zwei Millionen Menschen gaben in der Studie zu, schon einmal Stimmungsaufheller oder Arzneien zur Konzentrationssteigerung geschluckt zu haben. Diese Medikamente sind für Depressionen oder Demenz zugelassen.
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