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Meditation

Begriff
Meditation ist ursprünglich in religiösen Zusammenhängen – vor allem in fernöstlichen Kulturen – entstanden, wird aber heute in verschiedensten Formen auch außerhalb von Religionen praktiziert. Sie ist ein bewusster Rückzug aus der Hektik des Alltags: Der Meditierende wendet sich nach innen und löst sich gleichzeitig vom Außen. Die Gedanken können zur Ruhe kommen. Ziel ist ein Zustand der inneren Leere, der  Klarheit und Gelassenheit möglich macht.
Die Vielfalt der Meditationsformen ist sehr groß. Es gibt Sitz-, Geh-, Bewegungs-Meditationen (Tanz, Kampfkunst) oder meditatives Tun z.B. beim Arbeiten, beim Gestalten etc. Manchmal werden auch Gesänge (Mantren) oder Gebete zur Meditation gesprochen.

Wirkweise
Beim Meditieren wird durch Konzentration die Aktivität des Geistes und des Körpers gesteuert. Der Verstand, der laufend Gedanken produziert, und mit ihm der Geist kommen zur Ruhe. Jetzt kann sich der Körper entspannen. Im Verlauf stellt sich eine tiefe Ruhe bei klarem Bewusstsein ein. Hierin unterscheidet sich die Meditation von anderen Entspannungstechniken und dem Schlaf.
Um mit Meditation eine Wirkung zu erzielen, bedarf es regelmäßiger und ausdauernder Übung, möglichst täglich an einem ruhigen Ort.

Anwendungsgebiete
Meditation eignet sich für Menschen, die sich innere Ausgeglichenheit und Gelassenheit im Alltag wünschen und Stress abbauen möchten. Sie ist eine einfach zu praktizierende, jedoch nicht ganz einfach zu erlernende, ganzheitliche Entspannungsmethode, die mit anderen Therapieformen (z.B. der Psychotherapie) kombiniert werden kann.
Sie wirkt regulierend auf das vegetative Nervensystem und kann so vor allem psychosomatische Erkrankungen positiv beeinflussen. Bei schweren psychischen Erkrankungen, z.B. bei Psychosen besteht jedoch die Gefahr, dass sie durch die Meditation noch verstärkt werden.

Bewertung
Wer erfolgreich meditieren will, braucht viel Geduld und Disziplin, bis sich Erfolge einstellen. Die beruhigende Wirkung ist unterdessen durch die Messung von Hirnströmen während des Meditierens wissenschaftlich belegt. Deshalb wird die Meditation grundsätzlich auch als Entspannungstechnik empfohlen. Es ist sinnvoll, verschiedene Meditationstechniken auszuprobieren. Mitunter ist auch die Anleitung durch einen Meditationslehrer hilfreich. Die Kosten dafür müssen selbst getragen werden.

Zuletzt bearbeitet 23.04.2009 10:47 Uhr
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