
Nicht Cäsar, sondern Nufers Kind: Geschichte des Kaiserschnitts
Artikel | 29.12.2008 10:36 Uhr
Der Begriff Kaiserschnitt wird landläufig auf die Art der Geburt Julius Cäsars zurückgeführt, was aber einfach nicht stimmen kann, weil ein solcher Eingriff damals noch nicht zu leisten war. Der Mythos sagt lediglich, dass ein römischer Kaiser, göttergleich, unmöglich auf dem natürlichen Geburtsweg auf die Welt gekommen sein kann, sondern „aus der Hüfte“ der Mutter gekommen sei.
Der erste dokumentierte Kaiserschnitt (lat. cadere = schneiden), den Mutter und Kind überlebten, wurde von Jakob Nufer im Jahr 1500 in Siegershausen im Kanton Thurgau in der Schweiz an seiner Frau durchgeführt. Als „Kaponenmacher“, der Schweine kastrierte wusste er, dass er ein Organ, hier die Gebärmutter, das er aufschneidet wieder zunähen musste. Zuvor hatte man angenommen, dass sich die Gebärmutter nach der Geburt so sehr zusammenzieht, dass eine Naht überflüssig sei, deshalb waren die Entbindenden zuvor fast immer gestorben.
Der Kaiserschnitt – auch Sectio – im heutigen Sinne wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Heidelberger Gynäkologen Kehrer entwickelt, er blieb bis in das 20. Jahrhundert hinein eine für Mutter und Kind risikovolle Geburtsmethode.
Durch Antibiotika, Spinalanästhesie, die Hochfrequenzblutstillung und sanfte Techniken wurde das operative Vorgehen bei der Sectio immer risikoärmer.
Der erste dokumentierte Kaiserschnitt (lat. cadere = schneiden), den Mutter und Kind überlebten, wurde von Jakob Nufer im Jahr 1500 in Siegershausen im Kanton Thurgau in der Schweiz an seiner Frau durchgeführt. Als „Kaponenmacher“, der Schweine kastrierte wusste er, dass er ein Organ, hier die Gebärmutter, das er aufschneidet wieder zunähen musste. Zuvor hatte man angenommen, dass sich die Gebärmutter nach der Geburt so sehr zusammenzieht, dass eine Naht überflüssig sei, deshalb waren die Entbindenden zuvor fast immer gestorben.
Der Kaiserschnitt – auch Sectio – im heutigen Sinne wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Heidelberger Gynäkologen Kehrer entwickelt, er blieb bis in das 20. Jahrhundert hinein eine für Mutter und Kind risikovolle Geburtsmethode.
Durch Antibiotika, Spinalanästhesie, die Hochfrequenzblutstillung und sanfte Techniken wurde das operative Vorgehen bei der Sectio immer risikoärmer.
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