
Pflanzentherapie / Phytotherapie
Begriff
Die Pflanzen- oder auch Phytotherapie hat sich seit der Antike über Jahrhunderte hinweg entwickelt und gilt als die älteste medizinische Therapie überhaupt. Die ersten Belege für die Pflanzenheilkunde reichen bis weit vor Christi Geburt nach Ägypten und China zurück. Zunächst eher zufällig wurde die Heilwirkung bestimmter Kräuter und Pflanzen entdeckt, bis sie schließlich systematisch erforscht und geordnet wurden. Im Mittelalter gewann sie durch Gelehrte wie Paracelsus oder Hildegard von Bingen immer mehr an Bedeutung.
Heute kennt man etwa 3000 Heilpflanzen, von denen rund 500 als Arzneien eingesetzt werden. Man unterscheidet die rationalen Phytopharmaka und die traditionellen pflanzlichen Heilmittel. Die Arzneimittel der rationalen Phytopharmaka müssen zugelassen und deshalb auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden, d.h. ihre Wirkung muss deutlich höher sein als die eines Placebos. Es werden die so genannten „mite“ Drogen eingesetzt (z.B. Kamille, Baldrian) die die Heilung anregen, und „forte“ Drogen wie Opium oder Digitalis, die erhebliche Nebenwirkungen haben können.
Bei den weniger wirkungsintensiven, traditionellen pflanzlichen Heilmitteln wird überprüft, ob sie schädliche Nebenwirkungen haben. Selbst bei einer völlig falschen Dosierung oder Mischung mit anderen Pflanzen dürfen diese Mittel keine schädigende Wirkung für den Patienten haben. Sie sind in der Regel frei verkäuflich.
Bei der Herstellung werden unterschiedliche Teile der Pflanze verwendet: Blätter, Blüten, Rinde, Wurzeln oder auch die Samen. Sie werden frisch geerntet angewendet (z.B. als Tee), mit ihren wirksamen Bestandteilen flüssig verarbeitet zu Auszügen, Tropfen, Tinkturen und Salben oder pulverisiert in Form von Tabletten angeboten. Unterdessen werden die Wirkstoffe vieler pflanzlicher Heilmittel auch synthetisch hergestellt und verändern dadurch mitunter ihre Wirkungsweise.
Therapie
Pflanzen können auf natürliche Weise heilen. Dabei geben Mite-Drogen dem Organismus mit ihren wirksamen Bestandteilen (ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffe, Vitamine, Hormone etc.) einen Impuls zur Selbstheilung, die Forte-Drogen wirken direkt auf ein konkretes Symptom. Heilkräuter müssen dunkel, trocken und fest verschlossen gelagert werden. Bio-Qualität ist der Apothekenqualität vorzuziehen, die lediglich den Mindestanforderung lt. Arzneimittelbuch entspricht und möglicherweise stärker mit Umweltgiften belastet ist.
Bei der Selbstbehandlung ist Vorsicht geboten. Manchmal ist die Kombination bestimmter Pflanzen problematisch, manchmal eine zu hohe Dosierung oder eine zu lange Einnahme. Lassen Sie sich in der Apotheke oder von Kräuter-Spezialisten beraten. Besonders Schwangere, Kinder und organisch Kranke sollten sich nicht ohne Rücksprache selbst behandeln. Wenn die Beschwerden sich nicht nach einigen Tagen bessern oder sogar neue Symptome hinzukommen wie Übelkeit, Erbrechen oder allergische Reaktionen, sollten Sie die Behandlung abbrechen und einen Arzt aufsuchen. Hier liegen die Grenzen der Phytotherapie.
Wirksamkeitsnachweise
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte prüft die Wirksamkeit der rationalen Pflanzentherapie und die Verträglichkeit der traditionellen pflanzlichen Heilmittel. Alle weiteren pflanzlichen Heilmittel sind in ihrer Wirksamkeit nicht wissenschaftlich untersucht.
Anwendungsgebiete
Die Pflanzenheilkunde findet ihre Anwendung vor allem bei einfachen, weniger komplexen Erkrankungen, wie z.B. einer Erkältung, einer Prellung, kleineren Verletzungen, Entzündungen etc. Als Begleittherapie wird sie auch ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt. Bei anderen alternativen Heilmethoden wie der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Ayurvedischen Medizin und auch der Homöopathie spielt sie ebenfalls eine große Rolle und erweitert ihre Anwendungsgebiete.
Kosten
Die Kosten für die meisten pflanzlichen Medikamente werden für gesetzlich Krankenversicherte in der Regel nicht erstattet. Viele Krankenkassen bieten deshalb entsprechende private Zusatzversicherungen an. Auch eine private Krankenversicherung deckt diese Kosten ab.
Die Pflanzen- oder auch Phytotherapie hat sich seit der Antike über Jahrhunderte hinweg entwickelt und gilt als die älteste medizinische Therapie überhaupt. Die ersten Belege für die Pflanzenheilkunde reichen bis weit vor Christi Geburt nach Ägypten und China zurück. Zunächst eher zufällig wurde die Heilwirkung bestimmter Kräuter und Pflanzen entdeckt, bis sie schließlich systematisch erforscht und geordnet wurden. Im Mittelalter gewann sie durch Gelehrte wie Paracelsus oder Hildegard von Bingen immer mehr an Bedeutung.
Heute kennt man etwa 3000 Heilpflanzen, von denen rund 500 als Arzneien eingesetzt werden. Man unterscheidet die rationalen Phytopharmaka und die traditionellen pflanzlichen Heilmittel. Die Arzneimittel der rationalen Phytopharmaka müssen zugelassen und deshalb auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden, d.h. ihre Wirkung muss deutlich höher sein als die eines Placebos. Es werden die so genannten „mite“ Drogen eingesetzt (z.B. Kamille, Baldrian) die die Heilung anregen, und „forte“ Drogen wie Opium oder Digitalis, die erhebliche Nebenwirkungen haben können.
Bei den weniger wirkungsintensiven, traditionellen pflanzlichen Heilmitteln wird überprüft, ob sie schädliche Nebenwirkungen haben. Selbst bei einer völlig falschen Dosierung oder Mischung mit anderen Pflanzen dürfen diese Mittel keine schädigende Wirkung für den Patienten haben. Sie sind in der Regel frei verkäuflich.
Bei der Herstellung werden unterschiedliche Teile der Pflanze verwendet: Blätter, Blüten, Rinde, Wurzeln oder auch die Samen. Sie werden frisch geerntet angewendet (z.B. als Tee), mit ihren wirksamen Bestandteilen flüssig verarbeitet zu Auszügen, Tropfen, Tinkturen und Salben oder pulverisiert in Form von Tabletten angeboten. Unterdessen werden die Wirkstoffe vieler pflanzlicher Heilmittel auch synthetisch hergestellt und verändern dadurch mitunter ihre Wirkungsweise.
Therapie
Pflanzen können auf natürliche Weise heilen. Dabei geben Mite-Drogen dem Organismus mit ihren wirksamen Bestandteilen (ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffe, Vitamine, Hormone etc.) einen Impuls zur Selbstheilung, die Forte-Drogen wirken direkt auf ein konkretes Symptom. Heilkräuter müssen dunkel, trocken und fest verschlossen gelagert werden. Bio-Qualität ist der Apothekenqualität vorzuziehen, die lediglich den Mindestanforderung lt. Arzneimittelbuch entspricht und möglicherweise stärker mit Umweltgiften belastet ist.
Bei der Selbstbehandlung ist Vorsicht geboten. Manchmal ist die Kombination bestimmter Pflanzen problematisch, manchmal eine zu hohe Dosierung oder eine zu lange Einnahme. Lassen Sie sich in der Apotheke oder von Kräuter-Spezialisten beraten. Besonders Schwangere, Kinder und organisch Kranke sollten sich nicht ohne Rücksprache selbst behandeln. Wenn die Beschwerden sich nicht nach einigen Tagen bessern oder sogar neue Symptome hinzukommen wie Übelkeit, Erbrechen oder allergische Reaktionen, sollten Sie die Behandlung abbrechen und einen Arzt aufsuchen. Hier liegen die Grenzen der Phytotherapie.
Wirksamkeitsnachweise
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte prüft die Wirksamkeit der rationalen Pflanzentherapie und die Verträglichkeit der traditionellen pflanzlichen Heilmittel. Alle weiteren pflanzlichen Heilmittel sind in ihrer Wirksamkeit nicht wissenschaftlich untersucht.
Anwendungsgebiete
Die Pflanzenheilkunde findet ihre Anwendung vor allem bei einfachen, weniger komplexen Erkrankungen, wie z.B. einer Erkältung, einer Prellung, kleineren Verletzungen, Entzündungen etc. Als Begleittherapie wird sie auch ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt. Bei anderen alternativen Heilmethoden wie der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Ayurvedischen Medizin und auch der Homöopathie spielt sie ebenfalls eine große Rolle und erweitert ihre Anwendungsgebiete.
Kosten
Die Kosten für die meisten pflanzlichen Medikamente werden für gesetzlich Krankenversicherte in der Regel nicht erstattet. Viele Krankenkassen bieten deshalb entsprechende private Zusatzversicherungen an. Auch eine private Krankenversicherung deckt diese Kosten ab.
Zuletzt bearbeitet 20.02.2009 17:00 Uhr
