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Stimmungsaufheller Johanniskraut: Interaktion beachten!

Rostock. Johanniskraut gegen Depression? Ja, sagt Prof. Dr. Karin Kraft, die an der Universität Rostock einen Lehrstuhl für Naturheilkunde innehat, aber man müsse beachten, dass dieser Extrakt die Wirksamkeit anderer Medikamente beeinflussen könne. Deshalb sollten zunächst ein Arzt oder eine Ärztin zu Rate gezogen werden.
„In den letzten Jahren haben viele Studien gezeigt, dass depressive Menschen auf Johanniskraut vergleichbar wie auf moderne Antidepressiva ansprechen. Die Wirksamkeit bei milden bis mittelschweren Depressionen ist damit wissenschaftlich recht gut abgesichert, die Verträglichkeit von Johanniskraut-Extrakten ist hervorragend“, so die Expertin.

Zu den Medikamenten, die durch den Johanniskraut-Extrakt möglicherweise in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden, gehören Blutgerinnungshemmer, Blutfett-Senker, immununterdrückende Medikamente, Antidepressiva oder Beruhigungsmittel sowie der „Pille“. Auch bestimmte Krebsmedikamente und Mittel gegen HIV können davon betroffen sein.

Ab April 2009 sind Johanniskraut-Präparate bei mittelschweren Depressionen
verschreibungspflichtig.
www.internisten-im-netz.de
26.02.2009 | Artikel
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