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Studie: Mehr Selbstmedikation aus dem Internet

Berlin. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. stellte am Mittwoch, anlässlich des dritten Unternehmertages, die Ergebnisse einer Umfrage zu „Perspektiven am OTC-Markt“ vor.

Durch die Folgen der Gesundheitsreform komme es zu einem wachsenden Bedarf an Selbstmedikation, so lautet das Fazit der Studie, die von der Forschungsgruppe Wahlen Online GmbH (FGW) in Zusammenarbeit mit der „Virtuellen Apotheke“ und dem „life sciences institute“ durchgeführt wurde. So bestellten 12% der Befragten in Deutschland zugelassene Präparate im Internet, wobei sich 74% dies in Zukunft vorstellen könnten. Die Bestellung von nicht zugelassenen Präparaten, nahmen bisher nur 2% der Befragten vor. Als Gründe für die Bestellung im Internet nannten 83% den günstigeren Preis, gefolgt von 67% welche die Lieferung direkt nach Hause als Vorteil angaben. Risiken und Gefahren sahen die Teilnehmer wiederum vor allem in der ungenügenden Beratung (71%), als auch in minderwertiger Ware (68%).

„Mit unserer Umfrage liegen zwar keine repräsentativen Ergebnisse für die Gesamtbevölkerung vor“, sagte Matthias Jung- geschäftsführender Gesellschafter der FGW, „dafür aber Untersuchungsergebnisse in derjenigen Gruppe, die an der Spitze des zukünftigen Entwicklungsprozesses stehen wird: die jüngeren, überdurchschnittlich gebildeten OTC-Konsumenten mit großem Bezug zum Internet.“