
Verhaltungsänderung: Bei Unwohlsein erst mal in die Apotheke
Artikel | 16.07.2004 17:52 Uhr
Köln. Die Deutschen verzichten zunehmend auf Arztbesuche und behandeln sich gleichzeitig verstärkt mit rezeptfreien Medikamenten. Dies zeigt die Studie "Health Care Monitoring 2004", die das Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstitut psychonomics AG in Kooperation mit der Acxiom Corporation (Customer Data Management) jetzt vorgelegt hat.
2.000 Bundesbürger im Alter ab 16 Jahren wurden im Mai und Juni repräsentativ zu den Themen Gesundheit, Vorsorge, Selbstmedikationund Krankenversicherungen befragt.
Dabei stellte sich heraus, dass mehr als jeder dritte Bundesbürger (35%) nach eigener Aussage aufgrund des Wegfalls der Erstattungsfähigkeit nicht verschreibungspflichtiger Medikamente bzw. aufgrund der Praxisgebühr inzwischen seltener zum Arzt geht.
Der Anteil derer, die angeben, gleich zum Arzt gehen, wenn sie spüren, dass sie krank werden, sank im Vergleich zum Vorjahr von 46% auf 35%; 1998 lag dieser Wert noch bei 56%. Regelmäßig beim Arzt durchchecken zu lassen, beabsichtigen nur noch 57% (2003: 67%). Entgegen vieler Vorurteile suchen Männer durchschnittlich schneller ärztliche Hilfe auf als Frauen.
Beim Kauf rezeptfreier Medikamente lassen sich 74% der Bundesbürger in der Apotheke beraten. Insbesondere bei kleineren Beschwerden fungieren Apotheker zunehmend als "Arztersatz", besonders für Personen unter 50 Jahren. Einen generellen Bedeutungsverlust von Ärzten daraus abzuleiten, wäre jedoch falsch: Medikamente, die aufgrund der Gesundheitsreform (GMG) nicht mehr erstattungsfähig sind, wollen 71% der Befragten nur auf schriftliche (48%) oder mündliche (23%) Empfehlung des Arztes kaufen. Das "Grüne Rezept" findet also durchaus Akzeptanz.
2.000 Bundesbürger im Alter ab 16 Jahren wurden im Mai und Juni repräsentativ zu den Themen Gesundheit, Vorsorge, Selbstmedikationund Krankenversicherungen befragt.
Dabei stellte sich heraus, dass mehr als jeder dritte Bundesbürger (35%) nach eigener Aussage aufgrund des Wegfalls der Erstattungsfähigkeit nicht verschreibungspflichtiger Medikamente bzw. aufgrund der Praxisgebühr inzwischen seltener zum Arzt geht.
Der Anteil derer, die angeben, gleich zum Arzt gehen, wenn sie spüren, dass sie krank werden, sank im Vergleich zum Vorjahr von 46% auf 35%; 1998 lag dieser Wert noch bei 56%. Regelmäßig beim Arzt durchchecken zu lassen, beabsichtigen nur noch 57% (2003: 67%). Entgegen vieler Vorurteile suchen Männer durchschnittlich schneller ärztliche Hilfe auf als Frauen.
Beim Kauf rezeptfreier Medikamente lassen sich 74% der Bundesbürger in der Apotheke beraten. Insbesondere bei kleineren Beschwerden fungieren Apotheker zunehmend als "Arztersatz", besonders für Personen unter 50 Jahren. Einen generellen Bedeutungsverlust von Ärzten daraus abzuleiten, wäre jedoch falsch: Medikamente, die aufgrund der Gesundheitsreform (GMG) nicht mehr erstattungsfähig sind, wollen 71% der Befragten nur auf schriftliche (48%) oder mündliche (23%) Empfehlung des Arztes kaufen. Das "Grüne Rezept" findet also durchaus Akzeptanz.
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