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Zu hartes Training macht krank

Wenn Sportler zu hart trainieren, haben Krankheitserreger leichtes Spiel
Foto: dpa
Wenn Sportler zu hart trainieren, haben Krankheitserreger leichtes Spiel
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Übertreiben Breitensportler ihr Training, werden sie anfälliger für Infekte. Darauf weist Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln hin. Das Phänomen ist bei Spitzensportlern sogar noch verbreiteter.

Grundsätzlich sind Sportler zwar besser geschützt, da sie ihr Immunsystem "trainieren". Aber sie überfordern häufig unbemerkt den Organismus, weil sie sich an ihrer Leistungsgrenze bewegen müssen. "Und das schwächt das Immunsystem", erläutert Froböse. Krankheitserreger haben dann leichtes Spiel.

Wenn der Sport moderat und vernünftig betrieben wird, dann unterstützt das Hormon Adrenalin eine Aktivierung des Immunsystems von der ersten Stunde an. Mit der Zeit wird das Immunsystem immer stärker. "Mehr Abwehrzellen entwickeln sich, und auch deren Abwehr wird qualitativ ständig verbessert", sagt Froböse.

Ist die Belastung zu hoch, dann stresst dies den gesamten Organismus: Das Stresshormon Cortisol wird vermehrt ausgeschüttet und das Immunsystem geschwächt. "Speziell nach einer harten Trainingseinheit fährt das Immunsystem seine Aktivität dann über Gebühr zurück - es kommt zum 'Open-Window-Phänomen'", erklärt der Experte. Das Fenster steht dann für alle Erreger weit offen. Und dieser Zustand kann Stunden, aber auch Tage andauern. Froböses Fazit lautet daher: "Auf die richtige Dosis kommt es an."